Norwegens Geschichte

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Die Geschichte Norwegens beginnt ungefähr vor 10.000 Jahren, als das Eis der Weichseleiszeit langsam schmolz und die steigenden Temperaturen erste Besiedlungen im hohen Norden möglich machten. Die nächsten Jahrtausende waren geprägt von Völkerwanderungen und der Ausdehnung des germanischen Siedlungskreises bis zum Polarkreis. Zu dieser Zeit bildeten sich die ersten Kleinkönigsverbände. Die Epoche der Frühgeschichte dauerte ungefähr bis 500 Jahre nach Christus. Im 9. Jahrhundert n. Chr. wurde Norwegen von Harald Hårfagre, nachdem er die anderen Kleinkönige besiegt hatte, zum ersten Mal unter einer Herrschaft vereint. In diese Anfänge des Mittelalters fällt auch die Zeit der Wikingerraubzüge.

Christianisierung des Landes

Die Einführung des Christentums in Norwegen begann im 10. Jahrhundert nach Christus und erstreckte sich über die darauf folgenden beiden Jahrhunderte. Besonders hartnäckig und manchmal schon auf grausame Art und Weise setzte Olav Haraldsson die Reichseinheit und das Christentum durch. Nach seinem Ableben wurde er als Märtyrer verehrt und zum Nationalhelden erhoben.

Im Laufe der Jahrhunderte gelangte das Königtum zu immer mehr Ruhm und Einfluss und bald schon entstanden neue Städte, eine neu geordnete Verwaltung und Norwegen erreichte seine größte territoriale Ausdehnung. Diese Blütezeit sollte allerdings mit der Kalmarer Union und dem Aufkommen der Pest ein jähes Ende haben.

Die Kalmarer Union

Die Kalmarer Union wurde von Margrethe von Dänemark, Tochter des dänischen Königs Waldemar IV. Atterdag, ins Leben gerufen. Sie vereinte damit die drei Länder Dänemark, Norwegen und Schweden. Schweden konnte sich 1523 von Dänemark losreißen, Norwegen blieb bis 1814 in dem Staatenbund und wurde sogar zu dänischem Teilgebiet erklärt. Aufgrund der Verbindung wurde Norwegen immer wieder in Kriege, die Dänemark mit Schweden führte, hineingezogen.

Die Union mit Schweden

Im Laufe dieser Auseinandersetzungen erwachte das Nationalgefühl der Norweger zu neuem Leben und Anfang des 19. Jahrhunderts konnte sich Norwegen dann endgültig von Dänemark lösen und wurde im Frieden von Kiel Schweden zugesprochen. Die Norweger akzeptierten diese Personalunion zunächst nicht und schufen sich am 17. Mai, dem heutigen Nationalfeiertag, eine eigene Verfassung, bis eingewanderte schwedische Truppen das Land zu einem Kompromiss zwangen: Die Personalunion wurde eingegangen, Norwegen durfte dafür seine Verfassung behalten.

Im Laufe der Jahre wurde Norwegen wirtschaftlich und innenpolitisch immer stärker und unabhängiger von Schweden und 1905 entließ Schweden Norwegen nach einer eindeutigen Volksabstimmung in die Unabhängigkeit. In diesem Jahr wurde auch Prinz Karl von Dänemark, besser bekannt unter dem Namen Håkon, zum König gewählt.

1. und 2. Weltkrieg

Das Land blieb während des Ersten Weltkriegs neutral, sympathisierte aber aufgrund traditioneller Verbindung mit den Alliierten. 1920 gab Norwegen seine neutrale Position auf und trat dem Völkerbund bei. Nachdem der Völkerbund 1946 aufgelöst wurde, versuchte Norwegen während des Zweiten Weltkriegs wieder seine neutrale Position zu wahren. Allerdings war das Interesse an der norwegischen Küste groß und mit der „Operation Weserübung” fielen die Deutschen überfallartig in das Land ein, was ein Zurückziehen der norwegischen Truppen und letztendlich der norwegischen Königsfamilie ins Exil bewirkte.

Nach 1945…

Nach dem Zweiten Weltkrieg erholte sich Norwegen recht schnell von den Schrecken der vergangenen Jahre und so konnte rasch ein Wohlfahrtsstaat nach schwedischem Modell aufgebaut werden. Dies wurde natürlich durch die Entdeckung des Ekofisk-Feldes, eines der größten Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Nordsee, begünstigt. Politisch gesehen, hielt sich Norwegen zunächst neutral, war dann aber Mitbegründer der UN und trat 1949 der NATO bei. Im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern trat Norwegen nicht der Europäischen Union bei sondern war 1960 Mitbegründer der Europäischen Freihandelszone (EFTA). Die Geschichte Norwegens verläuft seit dem ohne größere Ereignisse, ein Aufruhr gab es lediglich 2001 als Kronprinz Håkon seine Vermählung mit der Bürgerlichen Mette-Marit bekannt gab.

Spitzbergen ist eine Webseite über die Inselgruppe Svalbard, deren Hauptinsel wiederum Spitzbergen ist. Die landeskundlichen Informationen beinhalten einiges über die Geschichte der Inseln.

(Bildquelle: karlasfotos)

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