Norwegens Regierung

Wer spontan etwas zu Norwegens Regierung sagen soll, dem fällt meistens zuallererst das Königshaus ein. Tatsächlich ist Norwegen offiziell eine konstitutionelle Monarchie, der König erfüllt heutzutage aber weitestgehend eine symbolische Rolle als wichtiger Staatsrepräsentant und „Oberhaupt” der Gesellschaft. Die tatsächliche politische Arbeit wird von Legislative, Exekutive und Judikative ausgeführt.
Der „Storting”
Die höchste politische Instanz der norwegischen Regierung ist die Nationalversammlung, der „Storting”, die die Legislative in Norwegen vertritt. Der „Storting” wählt alle 4 Jahre die Regierung und kontrolliert sie auf zwei Ebenen: einmal bei der Erlassung der Gesetze und des Weiteren bei der Verabschiedung des nationalen Haushalts. Die Regierung liefert also die Gesetzesvorschläge und das Parlament ergänzt diese und stimmt ihnen zu oder verwirft sie gegebenenfalls. Formal gliedert sich der Storting in zwei Kammern, der Odelsting- und der Lagting-Partei, wobei sich diese Zweiteilung bald einem Einkammersystem annähern wird.
Die Regierung
Die Regierung hat die exekutive Gewalt in Norwegen. Geleitet wird sie vom Ministerpräsidenten. Formell einberufen wird die Regierung Norwegens vom König. Die Aufgaben der Regierung sind es, Gesetzesentwürfe vorzulegen und Beschlüsse durch die Ministerien ausführen zu lassen.
Die Judikative
Die Judikative ist für die Umsetzung der vom Storting erlassenen Gesetze zuständig. Außerdem übt sie eine Kontrollfunktion über die Regierung und den Storting aus. Bei Gesetzesverabschiedungen, die gegen das Grundgesetz verstoßen, hat die Judikative das Recht, in die Arbeit des Storting einzugreifen.
Die Legislaturperiode von Norwegens Regierung beläuft sich auf vier Jahre.
(Bildquelle: foraggio)
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