Edvard Grieg

Edvard Grieg ist der wohl berühmteste romantische Komponist in Norwegen. Er wurde 1834 in Bergen geboren und starb 1907 in Troldhaugen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die „Lyrischen Stücke”, die „Peer-Gynt-Suiten”, die „Holberg-Suite”, einige Kammermusikstücke (herausragend ist das Streichquartett op. 27) und sein süß-brilliantes Klavierkonzert in a-Moll.
Griegs nordischer Tonfall ist in den meisten seiner Werke unüberhörbar. Sein einzigartiger Stil entsteht durch die Verbindung von Elementen der traditionellen Volksmusik mit satztechnischen Errungenschaften seiner Zeit. Grieg wurde zudem stark von der deutschen Musik beeinflusst. Er fuhr nach Bayreuth zur Uraufführung von Wagners „Ringes”, später zum „Parsifal”. Er schätzte die Musik von Johannes Brahms, Hugo Wolf und Franz Liszt.
Edvard Grieg- Unterschätztes Genie
In jüngster Vergangenheit wurde der Komponist teilweise ein wenig gönnerhaft unterschätzt. Viele deutsche Musikfreunde hielten ihn für einen nordisch-schwermütigen Unterhaltungsmusiker. Dabei steckt gerade die Schauspielmusik zum „Peer Gynt” ganz zweifellos voller herrlicher Eingebungen. Das überall in der Welt bekannt gewordene „Solveigs Lied” wird von vielen Kritikern als populäre Edelschnulze verurteilt, stellt aber einen grandiosen Einfall Programmmusik dar.
(Bildquelle: jonmelsa)
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