Kunst und Malerei

Schreimunch in Kunst und Malerei

Kunst und Malerei hat in Norwegen lange Zeit keinen wirklichen nationalen Charakter gehabt: während des Mittelalters wurden zahlreiche Werke aus Deutschland und England eingeführt. Später entstanden dann kunsthandwerkliche Arbeiten im Bereich der Volkskunst, in Form von bemalten Wandvorhängen aus Stoff oder Papier.

Norwegische Maler der Romantik

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein charakteristischer norwegischer Stil heraus, der unter anderem durch Künstler wie Johann Christian Dahl (1788-1857) und Edvard Munch (1863-1944) geprägt wurde. Wichtig für die Weiterentwicklung der norwegischen Malerei war sicherlich die Trennung von Dänemark. Im Land kam die Frage nach einer neuen nationalen Identität auf. Künstler wollten sich nicht länger durch mitteleuropäische Strömungen beeinflussen lassen, sondern zu einem eigenen, für Norwegen charakteristischen, Stil finden. J.C. Dahls Landschaftsmalereien sind zu einem Inbegriff der norwegischen Natur geworden.

Edvard Munch ist den meisten wohl durch sein spektakuläres Gemälde „Der Schrei” bekannt. Der Künstler war Wegbereiter des Expressionismus und thematisierte in seinen Bildern oft Themen wie „Tod”, „Leid” und „Angst” auf eine sehr drastische Art und Weise. Erst in seinen späteren Lebensjahren wendet er sich optimistischeren Bildinhalten zu.

Norwegische Volkskunst

Die drei Zweige der norwegischen Volkskunst sind Holzschnitzerei, Rosenschnitzerei und die bunten Trachten. Ihren Ursprung hatte die Holzschnitzerei bei den alten Wikingern. Ihre Schiffe schmückten eindrucksvolle geschnitzte Figuren wie Drachenköpfe oder ähnliches. Später fanden die Holzschnitzer in den Stabkirchen und Bauernhäusern neue Betätigungsfelder. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten und auch neu errichtete Bauernhäuser sind mit herrlichem Schnitzwerk an Fensterrahmen und Portalen verziert.

Die Rosenmalerei fand ebenfalls hauptsächlich in Bauernhäusern Verwendung. Motive dieser besonderen Malerei können neben der charakteristischen Rankenmotivik, Landschaften, Portraits oder geometrische Formen sein.

Die Tradition der norwegischen Trachten reicht weit in die Vergangenheit zurück. Damals wurden die so genannten „Bunad” natürlich selbst gefertigt und sowohl bei Festen als auch im Alltag getragen. Heute werden Trachten mehr und mehr maschinell hergestellt und größtenteils nur noch bei den ausgelassenen Volksfesten der Norweger getragen.

Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete sich die Kunst und Malerei in Norwegen wieder mehr internationalen Strömungen und so erfreute sich der aus Amerika stammenden Pop-Art-Stil bald großer Beliebtheit. Kunst wurde dabei mehr und mehr zum Ausdrucksmittel von politischen und revolutionären Einstellungen und Ansichten der einzelnen Künstler. Die norwegische Natur war natürlich weiter Inspirationsquelle für viele Maler, aber auch hier entwickelte sich ein experimenteller, expressionistischer Stil heraus.

(Bildquelle: oddsock)

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