Norwegische Literatur

Norwegische Literatur hat sowohl im In- wie auch im Ausland zahlreiche Anhänger gefunden und kann in über 30 Ländern gekauft werden. Von poetischen Gedichtbänden, über philosophische Werke bis hin zu spannenden Krimi-Romanen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Autoren des 19. Jahrhunderts
Als erster skandinavischer Schriftsteller bekam Bjørnstjerne Bjørnson 1903 den Nobelpreis für Literatur verliehen. Er verfasste unter anderem den Text für die norwegische Nationalhymne. Ein weiterer bedeutender Schriftsteller und Wegbereiter der Neo-Romantik war Knut Hamsun, der für sein Werk „Segen der Erde” 1903 ebenfalls den Literaturnobelpreis erhielt.
Das Drama um Peer Gynt
Literatur- und Musikfreunden wird bei dem Stichwort „norwegische Literatur” wohl als erstes Henrik Ibsen einfallen. Der Schriftsteller und Dramatiker, der von 1828 bis 1906 lebte, wurde mit seinem Werk „Peer Gynt” weltberühmt. Vertont wurde „Peer Gynt” von Edvard Grieg. Seine „Peer Gynt Suite” beschreibt in neun stimmungsgeladenen Stücken wunderbar die verschiedenen Episoden des Dramas. Inhaltlich geht es um den armen Bauernsohn Peer Gynt, der von Zuhause ausreißt um im Laufe seines Lebens eine Reihe von fantastischen, aber auch niederschmetternden Abenteuern erlebt, bis er am Ende, nach zahlreichen Irrungen und Enttäuschungen mit seiner Geliebten Solveig Frieden findet. Das Stück stimmt nachdenklich und ist von einer nordischen Schwermut getragen.
Autoren der Neuzeit
Bekannte Autoren der Neuzeit sind unter anderen Lars Saabye Christensen und Jostein Gaarder. Letzterer dürfte den meisten durch das philosophische Standardwerk „Sofies Welt” bekannt sein, das in anschaulicher, kindgerechter Weise einen Überblick über die gesamte Geschichte der Philosophie gibt. Krimiautoren, die auch international Erfolg haben, sind beispielsweise Unni Lindell und Kim Småge. Ihre Krimis spielen meist in düsterer, norwegischer Atmosphäre, die beim Leser eine Art Beklemmung auslösen. Allerdings beweist gerade letztere Autorin in ihren Romanen eine gute Portion Humor, so dass die beschriebenen schwermütigen Seelenzustände der Charaktere nicht allzu schwarzmalerisch wirken.
(Bildquelle: jonmelsa)
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