Beststellerautor Knausgård stellt seinen Roman „Sterben“ vor

31.03.2011

Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård stellte nun in Deutschland das erste Band seines 6 bändigen autobiographischen Romanprojektes, das im Deutschen den Titel „Sterben“ trägt, vor. Einerseits wurde der Roman in Norwegen, wo er den Titel „Min kamp“ trägt, bisher mit Lob überhäuft: er erhielt den Bragepreis, den wichtigsten norwegischen Literaturpreis und hielt sich weiterhin wochenlang an der Spitze der Bestsellerlisten. Auf der anderen Seite sorgte die stellenweise brutale Ehrlichkeit mit der Knausgård den Leser von der ersten Seite an konfrontiert für geteilte Meinungen unter Kritikern.

Im Mittelpunkt steht die Familie

Kernthema von „Sterben“ ist die schwierige Beziehung zwischen dem Autor und seinem Vater. Als dieser nach langer Alkoholsucht, im Hause der Großmutter stirbt, regeln Knausgård und sein älterer Bruder den Nachlass und bereiten die Beerdigung vor. Beim Reinigen des Hauses kommen dabei Stück für Stück alle Verletzungen und Hassgefühle hoch, die sich im Laufe des Familienlebens angestaut haben. Knausgårds Empfindungen schwanken dabei zwischen Trauer, Wut, grenzenloser Erleichterung und plötzlich empfundener Freiheit.

„Sterben“ erntet nicht nur Lob

Der norwegische Autor offenbart mit Sterben ein Stück innigster Gefühlswelt, die den Leser mit einer nahe gehenden Gedankenflut konfrontiert, die bereits in Norwegen für einiges Aufsehen sorgte. Für viel Kritik sorgte dort unter anderem die Bloßstellung real existierender Personen, die namentlich genannt werden. Auf Norwegisch sind bereits fünf Romane des Mammutprojektes erschienen.

Knausgård wurde 1968 in Oslo geboren und lebt derzeit mit seiner Familie im schwedischen Malmö. Er gilt als derzeitig bedeutendster norwegischer Autor. Im deutschen erschien neben „Sterben“ bisher der Roman „Alles hat seine Zeit“ in dem Themen und Gestalten des Alten Testamentes im Mittelpunkt stehen.

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