EU nimmt Friedensnobelpreis in Oslo entgegen

11.12.2012
Am gestrigen Montag wurde in Norwegens Hauptstadt Oslo der Friedensnobelpreis an die Europäische Union für sechs Jahrzehnte erfolgreicher Aussöhnungspolitik verliehen. Entgegen nahmen die Auszeichnung  EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, EU-Kommissionschef José Manuel Barrosso und EU- Ratsvorsitzender Herman van Rompuy. Neben Angela Merkel und Frankreichs Premier Françoi se Hollande waren 20 weitere Vertreter der insgesamt 27 EU-Mitgliedsstaaten anwesend um der Verleihung beizuwohnen.

Frieden, Demokratie und Menschenrechte

Das Nobelpreiskomitee hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU am 12. Oktober bekannt gegeben. Grund sei Europas Engagement für die Verbreitung von Frieden, Demokratie und die Umsetzung und Einhaltung von Menschenrechten. Besondere Bedeutung bekommt dies vor dem Hintergrund der beiden Weltkriege, nach denen die EU geschlossen für ein Zusammenwachsen aller Mitgliedsstaaten eingestanden ist. Thorbjörn Jagland, Vorsitzender des norwegischen Nobelkomitees ehrte dies in seiner Laudatio und forderte die EU-Mitglieder dazu auf, diesem Grundsatz treu zu bleiben und besonders während der Euro-Krise, Interessen für die Gemeinschaft den eigenen nationalen Interessen voranzustellen.

Nobelpreise in Schweden und Norwegen

Der norwegische Nobelpreis ist mit rund 930.000 Euro dotiert. Das Preisgeld kommt Kindern in Kriegsgebieten zugute. Der Friedensnobelpreis wird jährlich am 10. Dezember in Norwegen verliehen. Die Nobelpreise für Literatur, Chemie, Medizin, Physik und Wirtschaft werden traditionell am gleichen Tag  in der schwedischen Hauptstadt Stockholm  überreicht.

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