Führerloser Geisterzug rast in Lagerhalle

26.03.2010

In der norwegischen Hauptstadt Oslo kamen bei einer Irrfahrt eines führerlosen Zuges insgesamt drei Menschen ums Leben. Drei weitere wurden schwer und einer leicht verletzt.
Der Unfallhergang gleicht einem Horrorszenario: Die 16 Waggons rasten zunächst mehrere Kilometer ohne Lokomotive durch die Stadt bevor sie letztendlich entgleisten und eine Lagerhalle zum Einsturz brachten. Einige stürzten nach Durchschlagen der Halle in den Oslofjord.

Unfallursache bislang ungeklärt

Warum der Zug sich auf dem acht Kilometer entfernten Güterbahnhof Alnabru überhaupt in Bewegung setzte ist bislang ungeklärt. Vermutet wird, dass ein Bremsversagen die Waggons talwärts rasen ließ. Experten versuchten durch Weichenstellungen den Geisterzug vergeblich in eine Mauer zu lenken und so Schlimmes zu verhindern.

Durch das Eigengewicht des Zuges ereichte dieser eine Geschwindigkeit von über hundert Stundenkilometern, mit der er mehrere ungesicherte Bahnübergänge überfuhr, bevor er letztendlich in den Oslofjord stürzte. Dass dabei nicht noch mehr Menschen ums Leben kamen sei purer Zufall gewesen. Bei den Toten handelte es sich ausschließlich um Arbeiter, die sich zum Unglückszeitpunkt in der zerstörten Lagerhalle aufhielten. Beim anschließenden Rettungseinsatz waren mehrere Krankenwagen, Hubschrauber und Taucher aktiv.

Ähnliche Beiträge

Tags: , , ,