Keine Einigkeit über Fischerei-Fangquoten

16.12.2009

Innerhalb der EU wird derzeit über die im kommenden Jahr geltenden Fischerei-Fangquoten im Nordatlantik sowie der Nordsee diskutiert. Differenzen gibt es dabei nicht wie üblich  zwischen den Mitgliedsstaaten, sondern zwischen dem Europäischen Rat und Norwegen. Nach wochenlangen Verhandlungen scheiterte ein endgültiger Beschluss vergangene Woche an der Frage wie viele Fische der Speisefischart Makrele in norwegischen Gewässern gefangen werden dürfen. Die EU will nun statt endgültiger Quoten  prozentuale Regelungen treffen und erst einmal ungefähr die Hälfte der zu fangenden Höchstmenge freigeben.

Betroffen sind vor allem EU-Fischer

Die Unklarheit über die Fangquoten ist vor allem für die EU-Fischer problematisch, denn die Hauptfangzeit für bestimmte Speisefische wie Hering, Makrele und Scholle liegt in den Monaten Januar bis März. „Nur 50 Prozent der Fischereifangquote freizugeben reiche für diese Fischarten nicht aus“ äußerste sich Agrar-Staatssekretär Gert Lindemann. Allerdings dürften auch norwegische Fischer daran interessiert sein, einen endgültigen Beschluss zu finden, da diese ebenfalls auf die Fischerei in EU-Gewässern angewiesen sind.

Endgültige Quoten im Frühjahr 2010

Eine Alternative zum Festlegen der vorläufigen  Fangquoten stellt sich dem europäischen Rat derzeit nicht, da solche vorläufigen Regelungen wenigstens vor einem vollkommenen Erliegen der Fischerei zu Beginn des Jahres 2010 schützen. Die endgültigen Quoten werden voraussichtlich nach neuen Verhandlungen mit Norwegen im Frühjahr 2010 bekanntgegeben.

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