„Nisse“ und „Julemarked“-Weihnachten in Norwegen

2239040251 7661ff70a3 B in Nisse und Julemarked-Weihnachten in NorwegenIn Norwegen beginnt die Weihnachtszeit bereits mehrere Wochen vor dem eigentlichen Fest. Die Straßen in den Städten leuchten vom Glanz tausender Lichterketten und ab dem ersten Adventswochenende werden auch die ersten Weihnachtsbäume in den Straßen aufgestellt. In den Familien wird begonnen das Haus mit Weihnachtswichteln, Tannenzapfen, Lebkuchenhäusern und anderem traditionellen Weihnachtsschmuck zu dekorieren und selbstverständlich duftet es fast überall nach leckerem „Julekaker“, ein Kuchen, der dem deutschen Lebkuchen ähnelt und aus Kardamon, Mandeln und Rosinen hergestellt wird.

Fest der heiligen Lucia

Am 13. Dezember wird dann, wie fast überall in Skandinavien, das Fest der heiligen Lucia gefeiert. Bei diesem zieht eine Gruppe von Kindern in einer Art Lichterprozession durch Kitas, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen. Die Kinder tragen weiße Gewänder, halten elektrische Kerzen in den Händen und werden von der „Lucia“, die im Vorfeld gewählt wurde und die einen grünen Kranz auf dem Kopf trägt, angeführt.

Norwegische Weihnachtsmärkte

Während der Vorweihnachtszeit lohnt es einen der traditionellen Weihnachtsmärkte in Norwegen zu besuchen. Der größte „Julemarked“ findet sich in Oslo vor dem monumentalen Rathaus der Hauptstadt. Neben dem „Gløgg“, einem glühweinähnlichen Heißgetränk, gibt es auf den norwegischen Weihnachtsmärkten das dunkle Weihnachtsbier, das „Juleøl“, zu trinken, oder kunstvoll geschnitzetes Holzhandwerk zu bewundern.

Weihnachten- ein Fest der Familie

Das Weihnachtsfest selber wird meist im engsten Kreis der Familie verbracht. An Heiligabend besucht man mit der ganzen Familie einen Gottesdienst bevor dann gegen frühen Abend das Weihnachtsessen serviert wird. Neben Schweinerippchen sind gepökeltes Lammfleisch oder der sogenante „Lutefisk“, ein mit Lauge weiterverarbeiteter Trockenfisch, der mit Kartoffelpüree und Aquavit serviert wird, typische Gerichte. Als Nachspeise gibt es dann einen Sahnebrei, den „Rysgrinsgrøt“, in dem eine einzige Mandel versteckt ist. Glaubt man der norwegischen Tradition, wird derjenige, der diese findet im folgenden Jahr heiraten.
Damit der „Nisse“, der Kobold, der über das Haus wacht, nicht verärgert ist, stellt man ihm ebenfalls ein kleines Schälchen Sahnebrei mit Butter, Zimt und Zucker vor die Tür. Nachdem Weihnachtsessen, wird mit der ganzen Familie um den Baum getanzt und auf den „Julenissen“, den norwegischen Weihnachtsmann, gewartet, der den Kindern ihre Geschenke bringt.

(Bildquelle: charley1965)

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