Norwegen zeigt Ehrgeiz bei Treibhausgasreduktion
05.02.2010
Norwegen zeigte unter den 56 Staaten, die kürzlich ihre Ziele im Kampf gegen den Klimawandel vorlegten, besonderes Engagement. Das Land will von 2013 bis 2020 seinen CO²-Ausstoß ohne weitere Bedingungen um 30 Prozent unter die Werte von 1990 senken. Zögen andere Länder in einem globalen Abkommen mit, würde Norwegen sogar auf 40 Prozent erhöhen.
Weitere Staaten sicherten ebenfalls die Reduktion der Treibhausgase zu. Die USA wollen um 17 Prozent unter die Werte von 2005 reduzieren. Die EU sichert eine Reduktion von mindestens 20 Prozent, Japan um 25 Prozent und Neuseeland um 20 Prozent unter die Werte von 1990 zu. Besonders Augenmerk gilt den Entwicklungsländern Brasilien, China und Indien, die ihren Treibhausausstoß im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum langsamer ansteigen lassen wollen.
Die 56 Staaten erfüllen damit das auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen getätigte Versprechen, bis Ende Januar freiwillige Reduktionsziele vorzulegen. Die Zahlen sorgen für geteilte Meinungen: Während Bundesumweltminister Norbert Röttgen von einem wichtigen Schritt für die internationalen Klimaverhandlungen spricht, sind Klimaaktivisten skeptisch und befürchten, trotz zugesagter Reduktion, eine Erderwärmung von 3 bis 4 Grad in den nächsten Jahrzehnten.
