Polarlichter begeistern Norweger

27.01.2012

Beeindruckende Nordlichter, ausgelöst von einem starken Sonnenwind, waren in dieser Woche über ganz Skandinavien zu bewundern. Am eindrucksvollsten zeigte sich das Naturschauspiel über Norwegen. Tausende Menschen, darunter zahlreiche Astronomen, beobachten am Dienstag stundenlang den Nachthimmel, der in ein schillerndes Grün getaucht war.

Die Entstehung der Polarlichter

Aurora borealis- so lautet der Fachbegriff für das in Rot- und Grün- oder Violetttönen schillernde Leuchten das meist in unmittelbarer Nähe des Nordpols auftritt. Ursache sind elektrisch geladene Teilchen, die in die Erdatmosphäre eindringen und dort Sauerstoffteilchen energetisch anregen. Geben diese die aufgenommene Energie wieder ab, entstehen fluoreszierende Lichter- das Polarlicht. Ist die Erde jenseits der Pole durch das eigene Magnetfeld geschützt, können Moleküle aus der Magnetosphäre über Nord- und Südpol leichter in die Atmosphäre eindringen- hier verläuft das Magnetfeld senkrecht zur Erde.

Naturschauspiel der besonderen Art

Die Polarlichter der vergangenen Woche wurden ausgelöst von einer Sonneneruption mit darauffolgendem Sonnenwind. Wissenschaftler gaben an, dass es sich bei diesem um den stärksten der letzten 6 Jahre handelte. Das von der Sonne losgelöste Plasma hatte eine Masse, die ungefähr vergleichbar ist mit der eines großen Berges in deutschen Mittelgebirgen, so äußerten sich Mitarbeiter des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Niedersachsen. Auf der Erde kann eine so große Masse eindringende magnetisch geladene Strahlung Auswirkungen auf elektronische Geräte wie Satelliten oder Flugzeuge haben. Auch Störungen der Stromversorgung wurden bei vergangenen Sonnenwinden bereits beobachtet. Solch vielfach erwartete Schäden blieben bei dem aktuellen Sonnenwind allerdings aus, so dass die Freude über ein besonders beeindruckendes Polarlicht in ganz Skandinavien nicht getrübt wurde.

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