Südpolexpeditionen erinnern an norwegischen Entdecker Amundsen

25.11.2011

Hundert Jahre ist es nun her, dass der norwegische Polarforscher Roald Amundsen zusammen mit vier Begleitern als erster Mensch den südlichsten Punkt der Erde erreichte.
Zahlreiche Expedition brachen in den letzten Wochen, anlässlich des hundertjährigen Jubiläums, Richtung Südpol auf- darunter befinden sich auch mehrere norwegische Teams.

Amundsens Expedition zum Südpol

Ursprünglich sollte Amundsens Expedition zum Nordpol führen. Nachdem allerdings sein Freund und Polarforscher Frederick Albert Cook angab, diesen bereits erreicht zu haben, änderte er kurzfristig seine Pläne und brach im Oktober 2011 Richtung Südpol auf. Dasselbe Ziel hatte Amundsens Rivale Brite Robert Falcon Scott, der wenige Wochen zuvor mit seiner Expeditionsgruppe aufgebrochen war, allerdings eine andere Route wählte. Nach riskanter Überquerung des Axel-Heiberg-Gletschers erreichten Amundsen und seine Begleiter am 14.12.1911 den Pol- 35 Tage vor Scott. Ihr Erfolg wurde von einem tragischen Unglück der Konkurrenz überschattet- Scott und seine Begleiter verstarben bei ihrer Rückkehr über das Schelfplateau.

Schneeböen erschweren die Reise

Die norwegischen Teams, die an Amundsen Erfolg erinnern wollen, sind ohne moderne Hilfsmittel gestartet, sondern lediglich mit der Originalausrüstung von 1910 ausgestattet. Sogar eine zusätzliche Schwierigkeit erschwert die Reise- Hundeschlitten, die Amundsen als Transportmittel dienten, sind heute in der Antarktis verboten- alle Teams sind also nur auf Skiern unterwegs. Läuft alles glatt, stößt Ministerpräsident Jens Stoltenberg am 14. 12. 2011 zum Team des norwegischen Polarinstituts und läuft die letzten 20 Kilometer auf Skiern mit. Ob das Team bis dahin am Südpol angelangt sein wird, ist derzeit noch fraglich. Eine schwierige Wetterlage mit eisigen Schneeböen behindert das Vorankommen der Teilnehmer.

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