Terrorverdächtige in Norwegen und Deutschland festgenommen
16.07.2010
Die norwegischen Behörden haben mit deutscher Unterstützung drei Verdächtige festgenommen, die einer Terrorgruppe angehören, die Verbindungen zu Al Kaida gehabt haben soll. Bei den in Oslo Festgenommenen handele es sich um einen 31-jährigen usbekischen Flüchtling und einen 39 Jahre alten norwegischen Staatsbürger mit uigurischer Abstammung. Ein 37 jähriger Iraker wurde in Duisburg in Deutschland verhaftet. Die drei sollen dem Umfeld des 2009 getöteten Al Kaida-Mitglieds Saleh-el-Somali angehört haben, der für die Planung des gescheiterten U-Bahn-Attentats in New York verantwortlich gemacht wird.
Schuldfrage ist noch nicht endgültig geklärt
Konkret sollen die Tatverdächtigen eine terroristische Handlung geplant haben, sowie an den vereitelten Anschlägen in Manchester und New York beteiligt gewesen sein. Der norwegische Geheimdienst redet über schwerwiegende Verdachtsmomente, betont aber auch, dass eine endgültige Schuldfrage längst nicht geklärt sei, da sich die Ermittlungen in einem frühen Stadium befänden. Die Verdächtigen standen bereits eine geraume Zeit unter Beobachtung. Eine Festnahme war vorerst nicht geplant, musste aber wegen durchsickernder Informationen eingeleitet werden. Eine konkrete Terrorgefahr für Norwegen bestehe nicht, so die Chefin des norwegischen Geheimdienstes PST.
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