Møre und Romsdal

Romsdalberg in Møre und Romsdal

Die Provinz Møre und Romsdal bietet einige landschaftliche und kulturelle Höhepunkte. Die Küste ist von Fjorden zerfurcht und wunderschöne Städte wie Ålesund überzeugen durch eine einzigartige Architektur. Die Provinz ist in die drei Teilbezirke Sunnmøre, Nordmøre und Romsdal gegliedert.

Sunnmøre

Sunnmøre und seine Hauptstadt Ålesund sind seit langen Zeiten vom Seehandel geprägt. Aufgrund der geografischen Lage fungierten Städte wie Borgundkaupang als Warenumschlagplätze zwischen Norden und Süden des Landes. Außerdem war der Hafen bedeutend für den Handel mit Schottland und England. Die Zeit des Seehandels wird wunderbar im Sunnmøre Museum in Borgundkaupang dokumentiert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit des Gebietes ist der weltbekannte Geirangerfjord. Besonders beeindruckend ist der Anblick der Wasserfälle „Die 7 Schwestern“, den man am besten vom Schiff aus beobachten kann.  Wer eine komplette Aussicht auf den Fjord und das kleine Städtchen Geirang genießen möchte sollte auf den Dalsnibba hinauffahren. Eine steile Bergstraße mit vielen Serpentinen führt hinauf zu dem 1476 Meter hohen Gipfel.

ÅlesundAlesund1 in Møre und Romsdal

Als südlichste größere Stadt der Provinz Møre og Romsdal macht sich das hübsche Städtchen Ålesund einen Namen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es von einem Großbrand fast vollkommen zerstört. Durch zahlreiche Spenden, unter anderem von Kaiser Wilhelm II. erstrahlte die Stadt 1907 bereits wieder in voller Pracht. Architektonisch ist der Wiederaufbau von der Epoche des Jugendstils geprägt, welcher im Rest von Norwegen kaum Verbreitung fand.

Sehenswertes in Ålesund

Ålesund ist auf mehreren Inseln erbaut, die durch Brücken miteinander verbunden sind.  Das Zentrum der Stadt liegt auf den beiden Hauptsinseln Aspøya und Nørvøya. Hier finden sich am Hafen einige der schönsten Jugendstilhäuser der Stadt. An den Kaianlagen findet täglich ein Fischmarkt statt, auf dem Sie frischen Fisch und Krabben ersteigern können.

Wenn Sie einen Rundblick über die gesamte Stadt genießen möchten, erklimmen Sie den Stadtberg Aksla. Wer eine Pause von den 418 Treppenstufen braucht, die zu dem Berg hinaufführen, kann sich in der Cafeteria „Fjellstua“ erholen und dabei noch ein herrliches Foto von Ålesund, dem Meer und den vorgelagerten Schären schießen.

Wer sich für die Flora des Atlantiks interessiert, sollte sich den Atlantik Meerespark Atlanterhavsparken auf der Landzunge Tueneset nicht entgehen lassen. Das Aquarium ist mit das größte und schönste Norwegens.

Um Ålesund herum gibt es zahlreiche kleinere Inseln, die von Motor- und Schnellschiffen angefahren werden und sich bestens für einen Kurztrip eignen.

Romsdal

Das Gebiet ist geprägt durch herrliche Bergmassive die sich durch das Landesinnere ziehen. Beeindruckend sind die Trollindane bei Åndalsnes. Die fast 2000 Meter hohen Berge sind meist auch im Sommer noch schneebedeckt und die gigantische Troll-Wand lockt vor allem Kletterer in das kleine Dorf am Istfjord.

Östlich der Trolltindane liegen die Nessetberge. Hier befindet sich auch der höchste Wasserfall Norwegens, der Mardalsfoss. Fast 300 Meter tief ist die Strecke des fallenden Wassers. Der Wasserfall ist heute allerdings nicht mehr natürlichen Ursprungs: Ein Kraftwerk liefert im Sommer genügend Wasser um den Mardalsfass zu Touristenzwecken „zum Fließen“ zu bringen.

Nordmøre

In Nordmøre befindet sich die Hauptstadt der Region Møre und Romsdal: Molde. Das kleine Städtchen wird auch als „Stadt der Rosen“ bezeichnet. Obwohl Rosen weiter im Süden ihre natürliche Wachstumsgrenze haben, wachsen aufgrund des milden Klimas zahlreiche Arten in Molde. Aber Molde hat auch noch einige andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Vom Stadtberg Varden hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Freilichtmuseum Romsdalmuseet zeigt Gebäude aus der Provinz Møre og Romsdal. Außerdem findet hier seit 1960 jedes Jahr im Sommer ein internationales Jazzfestival statt.

Weiter im Norden und in ungeschützter Lage am Atlantik liegt Kristiansund. Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Fischfang verbunden. Seit dem 17. Jahrhundert machte sich die Stadt mit dem Heringshandel einen Namen. Später spezialisierte sich Kristiansund auf die Herstellung und Ausfuhr von Klippfisch. Klippfisch ist getrockneter Kabeljau, der früher zum Trocknen auf den Klippen ausgebreitet wurde und daher seinen Namen hat.

(Bildquelle: visulogik, holsro (von oben nach unten))

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