Sehenswürdigkeiten in Bergen

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Wer in Bergen idyllische Holzhäuser sucht wird enttäuscht sein. Nach den zahlreichen Stadtbränden, die einen Großteil der Gebäude zerstörten, wurde der Bau von Holzhütten von der Stadtverwaltung untersagt. Lediglich das alte Hafenviertel Bryggen wurde ganz im alten Stil wieder aufgebaut und stellt heute die letzte Holzhauszeile der Stadt dar.  Die wunderschönen Gebäude sind zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden und stehen heute auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Weltkulturgüter. Wer mehr über den alten Handelsverbund und das Leben der deutschen Kaufleute in Bergen erfahren möchte, sollte sich das Hanseatisk Museum nicht entgehen lassen.  Das Museum ist in einem der alten Handelshäuser untergebracht und zeigt unter anderem Räume, die mit originalen Möbeln aus Zeiten der Hanse ausstaffiert sind.

Fløyban

In nur 8 Minuten fährt man mit der Standseilbahn Fløyban auf den höchsten der sieben Stadtberge hinauf- den Fløy. Hier auf 320 Meter Höhe kann man entweder einen der beschilderten Wanderwege erkunden oder das Panorama von der Terrasse des altertümlichen Restaurants an der Bergstation genießen. Bei schönem Wetter hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und die zahlreichen vorgelagerten Inseln.

Kunst und Kultur

Bergen ist europäische Kulturhauptstadt 2008. Diesen Titel trägt die Stadt nicht zu Unrecht, südlich des Vågen findet man zahlreiche kulturelle Einrichtungen. Hier befindet sich zum Beispiel das große Nationaltheater Den Nationale Scene. Am achteckigen Stadtsee Lille Lungegårdsvann befinden sich drei bedeutende Kunstmuseen: Die Sternersens samling, die Bergen Billedgalerie und die Rasmus Meyers Samling bilden zusammen das Bergen Kunstmuseum und zeigen Werke von Künstlern wie Edvard Munch, Klee, Picasso, Miró, Kandinsky und vielen nationalen Künstlern.

Liebhaber der klassischen Musik sollten der Grieghalle einen Besuch abstatten. Das Gebäude verfügt über eine hervorragende Akustik im Inneren und jedes Jahr finden hier die 11 Tage dauernden Internationalen Festspiele Bergen statt, bei denen neben klassischen Konzerte auch Ballett- und Theateraufführungen, sowie Folkloreabende auf dem Programm stehen. Der Name der Halle basiert auf Edvard Grieg, der hier in Bergen geboren wurde und später in seinem Sommerdomizil Troldhaugen, das sich wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befindet, lebte und komponierte.

Kirchenliebhaber sollten der romanisch-gotischen Marienkirche einen Besuch abstatten. Die Kirche ist das älteste Gebäude der Stadt und Zeuge der gesamten Hansegeschichte seit dem Mittelalter. Zeitweise war sie in Besitz der Hanseaten und bis heute erinnern Grabsteine an die, in den vergangenen Jahrhunderten hier bestatteten Kauf- und Seeleute.

Rummel auf dem Fischmarkt

Der alte Marktplatz bildet das Zentrum der Stadt und ist an der Stirnseite des Haupthafens Vägen zu finden. Hier können Sie täglich auf dem großen Fischmarkt frische Meeresfrüchte, Hummer, Räucherlachs und Krabben erstehen. Der Name täuscht allerdings: Neben dem begehrten Fisch kann man an den Nachbarständen auch frisches Obst, Gemüse, Fleisch und andere Köstlichkeiten kaufen.

Festung Bergenhus und Rosenkranzturm

Die Festung gehört zu einer der ältesten Norwegens und ist bis heute sehr gut erhalten geblieben. Bereits im 12. Jahrhundert verlegte König Øystein Magnusson den Königshofen hierher. An der Südspitze der Festung ragt der Rosenkrantzturm empor. Vom Turm aus, hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt, außerdem sind in den Ausstellungsräumen Schwerter und Uniformen sowie ein Modell der Festungsanlage Bergenhus zu sehen.

Bergens Umgebung

Wer sich für das Leben von Edvard Grieg interessiert sollte in jedem Fall der Villa Troldhaugen, das Sommerdomizil des Komponisten, einen Besuch abstatten. Das wunderschöne Holzhaus befindet sich ungefähr 8 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist heute noch genauso erhalten wie 1907- das Jahr in dem Grieg starb. Ebenfalls auf dem Gelände befinden sich ein Kammermusiksaal sowie das Edvard-Grieg-Museum.

Auf der Insel Lysøy können Sie auf den Spuren eines weiteren Künstlers forschen. Der Geiger Ole Bull hat hier inmitten eines wunderschönen Parks ein Sommerhaus erbaut. Das Holzhaus zeichnet sich durch seine maurischen Stilelemente aus, weswegen es von seinem Besitzer auch manchmal „Klein-Alhambra” genannt wurde.

(Bildquelle: mahalie)

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